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  • 15.10.10: Konami | … arbeitet bereits an einem Patch für »Castlevania: Lords of Shadow«, um den Savefile-Bug zu beseitigen. Releasetermin unbekannt.
  • 15.10.10: DLC | Die RDR-Erweiterung »Undead Nightmare« erscheint am 26. Oktober und kostet 10 Euro.

Beitrag vom 21 Dezember 2008 11:03

Im Weltall hört dich niemand schreien


^ Egal wie die Umgebung aussieht, immer vor der Arbeit die Hände waschen

EA hat als Spielepublisher keinen guten Ruf bei mir. Zu viele Fortsetzungen, immer die selben Konzepte und hatte ich die langweiligen Fortsetzungen schon erwähnt? Vielleicht muss ich meine Meinung jetzt etwas ändern, da ich mittlerweile im achten Level von »Dead Space« angekommen bin. Und das spielt sich ähnlich spannend wie ein Resident Evil, nur eben im Weltraum und mit Aliens, statt mit Zombies. EA erfindet zwar nicht das Genre neu, liefert hier aber dennoch ein definitiv spannendes Spiel ab.

Dead Space bietet dieses seltsame Gefühl in einem Horror-Film mitzuspielen. Müsste ich wählen, wäre es eine wirre Kombination aus »Alien« und »Event Horizon«. Man fühlt sich nicht wirklich sicher, wenn man als Isaac Clarke durch die engen Gänge des Bergbauraumschiff USG Ishimura stapft. Die Entwickler spielen mit Spannungs- und Schockmomenten und setzen Musik-, Licht- und Soundeffekt ein, um einen das Fürchten zu lehren. Dazu kommt der rohe und brutale Umgang mit den Außerirdischen Lebensformen und die ständige Jagd nach Munition und Medi-Packs. Zimperlich geht es in dem Spiel mit Sicherheit nicht zu. Das Dead Space ungeschnitten in Deutschland erschienen ist, liegt mit Sicherheit auch an der Hartnäckigkeit von EA. Der Titel wurde der USK gleich mehrmals vorgelegt, bis er schließlich (ungeschnitten) akzeptiert wurde.

Die Story kann sich durchaus als Klassiker bezeichnen lassen. Ein Reparaturteam reist zu einem fernen Raumschiff, dass für den Abbau von interplanetaren Rohstoffen sorgt, aber schon Ewigkeiten keinen Funkspruch nach Haus gefunkt hat. Statt nur nach dem Rechten zu sehen, findet sich das Reparaturteam in einem Albtraum wieder. Die komplette Besatzung des Schiffes ist verschwunden oder wurde getötet und das Raumschiff ist von diversen Aliens bevölkert, die ihr nicht mal zum Weihnachtsessen eurer Schwiegermutter einladen würdet.

Da euer Held zu einem Reparaturteam gehört, sieht eure Ausrüstung entsprechend aus. Statt militärischem Waffenarsenal, wehrt ihr euch eher mit Werkzeugen und Bergbau-Instrumenten gegen die Aliens. Passend dazu wird man den Schutzanzug des Hauptcharakters lieben lernen, ohne den sich Isaac nicht lange gegen die fremden Organismen wehren könnte. Waffen und Anzug lassen sich im Spiel immer wieder upgraden, was ebenfalls sehr gut und glaubwürdig ins Spiel integriert ist. Wer alles auf das Maximum upgraden will, muss das Spiel außerdem mehrmals durchspielen. Vor allem Trophäenjäger dürften sich hier angesprochen fühlen.

Die Story selbst führt euch auch durch den relativ einfaches Levelaufbau. Den richtigen Weg kann euch jederzeit euer Anzug weisen und die Anweisungen, die von eurer Crew per Funk kommen, werden Stück für Stück abgearbeitet. Trotz dem liniearen Levelaufbau kommt mächtig Spannung auf. Zum einen weil die Story überzeugen kann, zum anderen weil man sich ein wenig wie in einem Film vorkommt. Man weiß nie, was einem hinter der nächsten Tür erwartet und wann die Story wieder eine Wendung nimmt. Außerdem haben die Entwickler so einiges an kranken Ideen mit in das Leveldesign und die Gegner gepackt.

Das Spiel lebt deswegen ganz klar von seiner Atmosphäre und weniger von großen Actioneinlagen. Ein bisschen muss man sich auf Dead Space also auch einlassen. Auch bei Grafik, Sound und den Synchronstimmen hat das Redwood Shores-Team alles richtig gemacht. Viel zu meckern gibt es bei dem Science-Fiction-Survival-Horror eigentlich nicht. Die Spielzeit schätze ich mal, bei einem gemütlichen Durchgang, auf ca. 10-14 Stunden, was meiner Meinung nach in Ordnung geht. Für einen dauerhaft hohen Puls dürfte also gesorgt sein, außer man selbst hat schon im Kindergarten Resident Evil zum Frühstück durchgespielt. Wer den Survival-Horror als einer seiner Lieblingsgenre auf der Liste hat, kann sich eigentlich nicht vor Dead Space drücken.

Marc Grove
Gespeichert in: Games

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